Vorbeugende Maßnahmen zur Vermeidung von Zwangshaltungen bei industriellen Arbeiten
Sophie Perrin
Wiederholte Bewegungen, der Einsatz großer Kräfte und Zwangshaltungen gehören zu den drei Hauptursachen für das Auftreten von Muskel-Skelett-Erkrankungen, einer der wichtigsten Ursachen für Arbeitsunfälle bei industriellen Tätigkeiten. In Spanien und mit dem Ziel, die Häufigkeit dieser Probleme in allen Branchen zu reduzieren, legt das Königliche Dekret 487/1997die Mindestvorschriften für Sicherheit und Gesundheit bei der manuellen Handhabung von Lasten fest, die Risiken für Arbeitnehmer mit sich bringen kann.
In diesen und anderen einschlägigen Dokumenten weisen die Behörden auf die Bedeutung hin, Zwangshaltungen bei der Arbeit zu begrenzenals wirksame Maßnahme zur Verringerung des Verletzungsrisikos. Wir erklären, welche Zwangshaltungen am häufigsten vorkommen und welche Maßnahmen sich am besten zu ihrer Vermeidung eignen.
Welche Zwangshaltungen kommen in der Industrie am häufigsten vor?
Unnatürliche Neigung des Rumpfes. Der Umgang mit Maschinen oder Werkzeugen erfordert mitunter Körperhaltungen, bei denen der Rumpf gebeugt wird und der Rücken unter Spannung steht.
Beugung der Knie. Das Verletzungsrisiko für diese Gelenke steigt bei Arbeiten, bei denen ständig schwere Gegenstände vom Boden angehoben oder bewegt werden müssen.
Geneigter Kopf. Wenn Geräte schlecht konstruiert oder eingestellt sind, können Industriearbeiter gezwungen sein, Körperhaltungen einzunehmen, die zu belastenden Bewegungen von Nacken und Schulter führen.
Gleichzeitige Bewegungen. Eine Drehung gleichzeitig mit einer Beugung des Körpers erhöht die Wahrscheinlichkeit von Verletzungen am Rücken und an den Gelenken.
Länger andauernde statische Körperhaltungen. Auch langes Stehen oder Sitzen ist eine Zwangshaltung, die Durchblutungsprobleme, Rückenschmerzen oder Muskelsteifheit verursacht.
Ständiges Anheben der Arme. Schultern und Rücken werden besonders belastet, wenn die berufliche Tätigkeit wiederholte Aufgaben mit angehobenen oberen Gliedmaßen erfordert.
Wichtige Maßnahmen zur Vermeidung von Zwangshaltungen in der Industrie
All diese Situationen stellen ein Risiko für Arbeitnehmer dar und gefährden ihre Arbeitszufriedenheit. Die Einführung geeigneter Maßnahmen zur Vermeidung dieser Zwangshaltungen ist der beste Weg, die Produktivität aufrechtzuerhalten sowie Verletzungen und Arbeitsunfälle zu reduzieren.
Ergonomische Analyse des Arbeitsplatzes
Eine detaillierte Bewertung der vom Arbeitnehmer ausgeführten Tätigkeiten, bei der Tätigkeiten identifiziert werden, die Zwangshaltungen erfordern können, ist entscheidend, um ergonomische Probleme in der Industrie zu beheben.
Auf Grundlage dieser Analyse ist es wichtig, die Arbeitsumgebung neu zu organisieren, damit den Arbeitnehmern nach Möglichkeit Unterstützungssysteme für Rücken oder Gliedmaßen zur Verfügung stehen und Arbeitswerkzeuge in der richtigen Höhe angeordnet werden, sodass der Beschäftigte die Arme nicht übermäßig ausstrecken oder sich wiederholt bücken muss.
Abwechslungsreiche Aufgaben und Pausen
Der Wechsel der Verantwortlichkeiten verhindert, dass Arbeitnehmer über längere Zeit Zwangshaltungen und wiederholten Bewegungen ausgesetzt sind. Außerdem ist es wichtig, Ruhezeiten festzulegen, in denen sich der Arbeitnehmer von körperlichen Anstrengungen erholen und Muskeln und Gelenke entlasten kann.
Automatisierungssysteme für Aufgaben
Einige robotergestützte oder auf künstlicher Intelligenz basierende Automatisierungssysteme können den Arbeitnehmer von wiederholten körperlichen Aufgaben oder Tätigkeiten entlasten, bei denen Zwangshaltungen erforderlich sind, wodurch die Arbeit beschleunigt und Verletzungen vorgebeugt wird.
Einsatz von Exoskeletten
Diese Geräte bieten mechanische Unterstützung, werden am Körper des Arbeitnehmers angebracht und regulieren die Belastung von Rücken, Muskeln oder Gelenken. Die Exoskeletteverringern die Ermüdung und verbessern die Körperhaltung der sie tragenden Person.
Unterstützung durch Hilfsgeräte
Die Maschinen, die die Handhabung von Lasten oder das Anheben des Arbeitnehmers erleichtern, verhindern, dass dieser Zwangshaltungen einnehmen muss, wenn er Werkzeuge oder schwere beziehungsweise hoch gelegene Gegenstände bewegen muss.
Schulung der Industriearbeiter
Die Arbeitnehmer selbst können Zwangshaltungen vermeiden, indem sie abrupte Bewegungen vermeiden, Hilfsgeräte wirksam einsetzen oder die Arbeitsumgebung an ihre körperlichen Voraussetzungen anpassen. Eine auf jeden Arbeitsplatz zugeschnittene und spezifische Schulung ist eine wirksame Möglichkeit, schwierige Situationen zu vermeiden, die Verletzungen oder Unfälle verursachen können.
Verwendung von Berufsschuhen
Das Design von Berufsschuhen bietet dem Arbeitnehmer angemessenen Halt, verteilt das Körpergewicht gleichmäßig und beugt möglichen Ausrutschern vor. Auf diese Weise tragen sie dazu bei, Ermüdung zu vermeiden und anhaltende Belastungen von Gelenken und Muskeln zu verringern, die zu Zwangshaltungen führen können.
Berufsschuhe, die an die Bedürfnisse der Arbeitnehmer angepasst sind, fördern eine korrekte Körperhaltung und verringern das Verletzungsrisiko im Industriesektor. Bei Shoes For Crews verfügen wir über einen umfangreichen Katalog, in dem Sie das passende Modell für Ihr Team finden können. Kontaktieren Sie uns, und wir stellen Ihnen alle benötigten Informationen zur Verfügung.
Lesen Sie unsere Checkliste für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, um das Bewusstsein zu stärken und mit Shoes For Crews ein positives Arbeitsumfeld zu fördern.
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