Berufsrisiken im Hotel- und Gaststättengewerbe: Welche gibt es und welche Lösungen bestehen?
Sophie Perrin
„ Das sind die Risiken des Berufs. “ Wer hat diesen Ausdruck im Falle einer Berufskrankheit oder nach einem Arbeitsunfall noch nie leichtfertig ausgesprochen oder gehört? Diese Art der Feststellung ist nicht nur fatalistisch, sondern soll auch die Folgen der Berufsrisiken herunterspielen, die jedoch direkte Auswirkungen auf Unternehmen haben, deren Betriebsabläufe und Rentabilität durch jeden Unfall beeinträchtigt werden. Da die Gesundheit eines Unternehmens auch von der Gesundheit seiner Beschäftigten abhängt, gilt es, der Prävention von Risiken die ihr gebührende Bedeutung beizumessen.
Das Hotel- und Gaststättengewerbe bildet dabei keine Ausnahme. Berufsrisiken sind eine tägliche Herausforderung, der sich die Betriebe stellen müssen, um eine Verschlechterung des Arbeitsklimas, ein negatives Arbeitgeberimage und Probleme mit Fehlzeiten in einer Branche zu vermeiden, die zusätzlich unter Personalmangel leidet.
Doch welche Risiken gibt es und wie kann man ihnen begegnen? In diesem neuen Beitrag listen wir sie auf und zeigen Möglichkeiten auf, ihnen entgegenzuwirken.
Welche Berufsrisiken gibt es im Hotelgewerbe?
Im Hotelgewerbe werden hohe durchschnittliche Ausfalltage aufgrund von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten verzeichnet. Die Beschäftigten sind unbestreitbaren Berufsrisiken ausgesetzt, und zwar :
Chemische Risiken aufgrund der Verwendung reizender Reinigungsmittel, deren falscher Lagerung oder einer unzureichenden Schulung der Beschäftigten.
Stress im Zusammenhang mit dem Umgang mit Konflikten mit Gästen, saisonalen Tätigkeitsspitzen und vorgegebenen Fristen.
Übergriffe durch Gäste.
Rücken- und Gelenkschmerzen aufgrund ungünstiger Körperhaltungen bei der Zimmerreinigung, wiederholter Bewegungen, des Umgangs mit Lasten oder auch ungeeigneter Ausrüstung.
Stürze auf gleicher Ebene aufgrund rutschiger oder verschmutzter Böden, überfüllter Lager- und Verkehrsflächen oder auch Zeitdrucks.
Stürze aus der Höhe oder auf Treppen aufgrund fehlender Ausrüstung für Arbeiten in der Höhe oder vorhandener Höhenunterschiede beziehungsweise Treppen ohne Handlauf oder mit Stufen ohne rutschhemmenden Belag.
Stürze von schlecht verstauten Gegenständen
Elektrische Risiken
Welche Berufsrisiken gibt es in der Gastronomie?
In einer Branche, in der laut den Zahlen der französischen Krankenversicherung (Ameli) (aktualisiert im März 2024)36 % der Unfälle mit manueller Handhabung und 41 % mit Stürzen zusammenhängen, sind dies die wichtigsten Berufsrisiken, denen begegnet werden muss:
Stürze auf gleicher Ebene aufgrund überfüllter Lager- und Verkehrsflächen, unzureichender Beleuchtung, Zeitdrucks durch den „ Ansturm “ während des Service oder auch feuchter beziehungsweise durch Verschmutzungen oder verschüttete Flüssigkeiten rutschig gewordener Böden.
Stürze auf Treppen , weil diese nicht gesichert sind, keinen Handlauf haben oder mit Stufen ohne rutschhemmenden Belag ausgestattet sind.
Stürze von schlecht gelagerten Gegenständen.
Schnittverletzungen durch den Umgang mit schlecht gepflegten oder falsch verstauten Messern, das manuelle Abtrocknen von Gläsern oder eine unzureichende Schulung des Personals.
Rücken- und Gelenkschmerzen aufgrund ungünstiger Körperhaltungen durch ungeeignete Arbeitsplätze und fehlender Hilfsmittel für die manuelle Handhabung.
Verbrennungen : durch spritzende Flüssigkeiten oder den Kontakt mit heißen Speisen oder Utensilien.
Französische Gesetzgebung und Berufsrisiken
Wie die Artikel L4121-1 ff. des französischen Arbeitsgesetzbuchs festlegen, obliegt es dem Arbeitgeber, für die Sicherheit sowie die körperliche und psychische Gesundheit seiner Beschäftigten zu sorgen. Er ergreift daher die hierfür erforderlichen Maßnahmen, insbesondere Präventions-, Informations- und Schulungsmaßnahmen sowie die Einrichtung einer geeigneten Organisation und die Bereitstellung angemessener Mittel. Dazu muss er die Berufsrisiken bewerten, denen seine Beschäftigten ausgesetzt sind, und sie im einheitlichen Dokument zur Bewertung der Berufsrisiken (DUERP) festhalten.
Wie kann man Berufsrisiken verringern oder vermeiden?
Jeder Arbeitgeber muss nach den folgenden neun allgemeinen Grundsätzen handeln:
Jedes Risiko muss vermieden werden, indem die Gefahr oder die Exposition gegenüber der Gefahr beseitigt wird.
Die Risiken müssen bewertet werden, um die umzusetzenden Präventionsmaßnahmen zu priorisieren.
Risiken müssen an der Quelle bekämpft werden.
Die Arbeit muss an die Beschäftigten angepasst werden (sowohl die Gestaltung des Arbeitsplatzes als auch die Arbeitsmittel sowie die Arbeits- und Produktionsmethode), um ihre Auswirkungen auf die Gesundheit zu verringern.
Der Stand der technischen Entwicklung muss berücksichtigt werden.
Alles Gefährliche muss durch etwas ersetzt werden, das nicht oder weniger gefährlich ist.
Präventionsmaßnahmen müssen unter Einbeziehung von Technik, Organisation und Arbeitsbedingungen geplant werden.
Kollektive Schutzmaßnahmen müssen vorrangig umgesetzt werden. Reichen diese nicht aus, werden zusätzlich individuelle Schutzmaßnahmen ergriffen. Dazu gehört auch das Tragen persönlicher Schutzausrüstung (PSA).
Die Beschäftigten müssen angemessen geschult und informiert werden.
Wenn Sie nach der Bewertung der in Ihrem Unternehmen bestehenden Berufsrisiken PSA suchen, empfehlen wir Ihnen, unser Expertenteam von Shoes For Crews zu kontaktieren. Als Hersteller von rutschfesten Arbeitsschuhen können wir Ihnen ein spezifisches Angebot für Ihr Unternehmen unterbreiten.
Lesen Sie unsere Checkliste für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, um das Bewusstsein zu stärken und mit Shoes For Crews ein positives Arbeitsumfeld zu fördern.
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